Random Reflections: Von der Sprachlosigkeit, wenn die Welt Kopf steht

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Die letzten Wochen war hier auf dem Blog nichts los. Braucht es dazu Rechtfertigung? Nein. Aber Reflektion. 


Fast zwei Monate sind vergangen und ich habe keinen einzigen Beitrag hier zustande gebracht. Einerseits - da muss ich ehrlich sein - plagte mich mein schlechtes Gewissen (vor wem eigentlich?!). Andererseits finde ich es auch okay, die Dinge mal ruhen zu lassen. Nur einer der vielen Widersprüche, die sich in letzter Zeit noch mehr als sonst in meinem Kopf streiten. 

 

Erst war es eine verschleppte Erkältung, die mir die letzte Energie raubte: Immer wieder war für ein paar Tage an Schreiben und Kreativität gar nicht mehr zu denken. Schlafen, Hühnersuppe, vielleicht ein bisschen Lesen - das war an solchen Tagen das Höchste der Gefühle. Doch statt mich einfach auf die nötige Erholung einzulassen, gab ich Terminen und Deadlines auf der Arbeit höhere Priorität und stand stets nach kürzester Zeit wieder auf der Matte. Und nach der Arbeit waren da noch die vielen kleinen Baustellen im neuen Zuhause, die bewerkelt werden wollten. Dabei hätte ich es besser wissen können: So eine Erkältungsserie habe ich vor ein paar Jahren schon einmal durchgemacht. "My body is my temple" - Der Spruch hat mich schon immer genervt und offenbar habe ich über die Jahre auch nicht gelernt, ihn mehr zu beherzigen. Aber vielleicht ist da doch was dran... :/

 

Und dann war da noch die Welt...die Welt, die gefühlt immer mehr Kopf stand. Lauter neue Hiobsbotschaften von nah und fern, immer brutaler und in immer schnellerer Abfolge. Irgendwann in den letzten Wochen kam ich für mich an einen Punkt, an dem mir einfach die Worte fehlten. An dem alles, was ich beizutragen gehabt hätte, platt und leer auf mich wirkte. Auch wenn ich rational weiß, dass gerade bei all dem Terror und Leid die kleinen, leisen Momente umso wichtiger sind, und man sich über die schönen Seiten des Lebens umso mehr freuen sollte. Doch immer wenn ich mich an den Blog setzte, fiel das Schreiben so schwer, dass mir jede Ablenkung willkommen war. Und als mir Anfang August in den Sinn kam, dieser Blockade mit einem Reflektionsbeitrag - diesem Post - zu begegnen, wurde es nur noch schlimmer. Alles klang banal, und so schrieb ich lieber gar nicht. 

 

Aber in den letzten Tagen merke ich, wie sehr es mir auch fehlt. Wieviele Ideen in der Zwischenzeit dazu gekommen sind und darauf warten, mehr zu werden als eine Randnotiz in meinem Journal. 

 

Und deshalb - auch wenn sich diese Gedanken wieder 'halbgar' anfühlen und ich nicht vollständig zufrieden bin: Dieser Beitrag geht jetzt online. Frei nach dem Motto: Good enough is the new perfect. 

 

 

Good enough is the new perfect; Gut genug ist das neue Perfekt; Gut genug; Good enough; live4happiness2day; RandomReflections
gesehen bei: www.therunnerbeans.com

 

 

Wie ist es euch in den letzten Wochen ergangen? Wie motiviert ihr euch für eure Projekte in all dem Chaos, dass das Leben uns entgegenwirft? 

 

 

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