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30 Tage Blumenliebe - Juni 2016

In letzter Zeit habe ich mich ab und an dabei ertappt, wie ich die einfachsten Blumen nicht benennen konnte - und das, obwohl ich es liebe, Schnittblumen im Haus zu haben. Nachdem ich dann letztes Jahr "The language of flowers" (Vanessa Diffenbaugh) gelesen hatte, war eigentlich klar, dass ich diesen Schönheiten der Natur irgendwann ein Projekt widmen muss. Jetzt zum Sommerbeginn ist ja auch eine der besten Jahreszeiten, um sich mit den vielfältigen Farben, Formen und Bedeutungen auseinander zu setzen. Also stellt euch auf jede Menge farbenfrohe Bilder und Gedankenschnipsel ein.


Nature in the city - Urban gardening

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Ein Nachtrag zum Juni-Projekt...weil der Spätsommer der letzten Tage wie ein Geschenk ist, genauso wie die vielen blumigen Ecken, die man überall in der Stadt entdecken kann. :)


Hamburg ist dieser Tage wieder zu einer der lebenswertesten Städte in der Welt ernannt worden. Einer der Gründe ist das viele Grün, das man als Hamburger erst so richtig zu schätzen lernt, wenn man mal eine Zeit lang anderswo gewohnt hat. Doch nicht nur offizielle Parks und Alleen tragen zur grünen Wohlfühl-Atmosphäre bei: In den letzten Jahren kann man immer häufiger auf Straßeninseln und Plätzen, an Kreuzungen und Mauern, zwischen Parkplätzen und Gehwegplatten kleine grüne Oasen finden. Manchmal sind es ganze Straßenzüge, an denen die Bewohner gemeinsame Verschönerungsaktionen starten. Besonders viel Spaß machen aber auch die Mini-Gärten, die an ganz unerwarteten Stellen zu finden sind. 

Wer sind die Leute, die aus langweiligen Verkehrsinseln bunte Sommerwiesen machen? Danke auf jeden Fall an alle urbanen Gärtner da draußen für diese wunderbaren grünen Flecken!

 

Hier ein paar Beispiele von meinem Arbeitsweg:

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Und das wahrscheinlich beliebteste Instagram-Motiv der Stadt zum Thema Urban Gardening - ein liebevoll bunter Wandflaschengarten, die tolle Initiative einer Kindertagesstätte in Altona, die die Eltern und Nachbarn zum Mitmachen animiert:

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Und schließlich die wahrscheinlichste süßeste Form von Guerilla Gardening - zumindest glaube ich nicht, dass dieses Mini-Stiefmütterchen hier zufällig gewachsen ist: 

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30 days of flowers - Die verborgene Sprache der Blumen und die Wahrheit der Chrysanthemen

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Natürlich war es ein Buch, das mich auf diesen blumigen Pfad der Inspiration geschickt hat.  "Die verborgene Sprache der Blumen" (Vanessa Diffenbaugh) habe ich letztes Jahr gelesen und seitdem fasziniert mich diese zusätzliche, poetische Perspektive der Symbole und Bedeutungen hinter den farbenfrohen Schönheiten der Natur...


 

In viktorianischen Zeiten wurde es populär, Gedanken und Gefühle, die man nicht offen aussprechen konnte, mithilfe verschiedener Blumen auszudrücken. Unterschiedliche Arrangements und Kombinationen, die Art und Weise wie sie gehalten oder getragen wurden, die Anzahl bestimmter Blumen im Bouquet - alles hatte eine Bedeutung und konnte auch noch unterschiedlich interpretiert werden. Ganz schön kompliziert, aber auch total spannend. 

 

Auch wenn wir heute nicht mehr ganz so darauf angewiesen sind, "durch die Blume zu sprechen", hat die Idee der Symbole und Bedeutungen hinter den Blumen weiterhin Wirkkraft. Nicht ohne Grund sind rote Rosen so beliebt, gelbe aber eher nicht. 

Wenn man ein wenig recherchiert, stellt man jedoch schnell fest, dass man zu fast jeder Blume sehr unterschiedliche Interpretationen finden kann. Das liegt zum einen an der kulturellen Herkunft der Deutungen, zum anderen aber womöglich auch daran, dass die Blumenindustrie ein Interesse daran haben könnte, Bedeutungen alternativ in Richtung Liebe/Leidenschaft oder Trauer/Tod zu verbreiten. Just saying. 

 

Egal, es macht auf jeden Fall Spaß, sich zu überlegen, was man da eigentlich im Wohnzimmer oder auf dem Balkon stehen hat und was man damit möglicherweise kommuniziert. Oder auch welche Blumen man an wen verschenken möchte. 

 

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The language of flowers - Roman von Vanessa Diffenbaugh; Nachschlagewerk von Mandy Kirkby

The language of flowers | Die verborgene Sprache der Blumen

In Vanessa Diffenbaughs Debutroman (hier bei Goodreads zu finden) wird diese Idee bewegend in die Coming-of-age Geschichte der jungen Victoria Jones verpackt - eine Waise, die nach ihrem achtzehnten Geburtstag auf der Straße landet und ihren Weg in der Welt allein finden muss. Sie hat ein Talent für Blumen und nutzt dieses, um anderen Menschen durch die richtige Auswahl und Kombination zu helfen. Das klingt erst einmal recht kitschig - ein Urteil, das dem Buch allerdings nicht gerecht werden würde, denn es setzt sich stark mit den inneren Kämpfen der Protagonistin auseinander, die ihr Vertrauen in andere Menschen und sich selbst nach ihrer bewegten und traumatischen Kindheit erst noch finden muss. 

Diffenbaugh bedient sich in ihrer Geschichte einer selbst zusammengestellten Blumensprache, bei der sie verschiedene viktorianische Quellen und Blumenenzyklopädien miteinander abgeglichen und Bedeutungen zusammengestellt hat. Sie schreibt im Nachwort etwas zu diesem Prozess, was ich besonders spannend finde. Dabei hat sie immer die Bedeutungen ausgewählt, die am häufigsten vorkamen oder die ihr am besten wissenschaftlich belegt schienen, manchmal aber auch diejenigen, die ihr am besten gefielen. Eine Liste ("Victoria's dictionary of flowers") ist ebenfalls hinten im Buch zu finden. 

 

Eine ausführlichere Beschreibung der verschiedenen Bedeutungen inklusive historischer Erklärungen, literarischer Verweise und schöner Illustrationen hat Mandy Kirkby zusammengestellt: "The language of flowers. A miscellany", in der Neuauflage mit einem Vorwort von Vanessa Diffenbaugh, habe ich auch schon in meinem ersten Projekt-Beitrag (Rosen, Tulpen...was noch mal?) verwendet und blättere immer wieder gern darin, um Inspiration für die nächsten Blumen zu finden. 

 

So auch bei den großen, weißen Chrysanthemen, die mir diese Woche versüßt haben (viktorianische Bedeutung: Wahrheit / Vollkommenheit; in Japan: Abendsonne, Blüte des Kaisers):  

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Ein Herz aus Chrysanthemen. Auch in schwarz-weiß schön. 

Welche Blumen versüßen euch gerade den Alltag? Und nutzt ihr die Sprache der Blumen? 

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30 days of flowers - Sommerfassaden

Sommerfassaden; Rosenwand; Kletterrose; 30daysofflowers; 30TageProjekt; Blumenliebe; Passion Projects; live4happiness2day; bloggingforinspiration

Jeden Tag finde ich neue Gründe, mich noch ein bisschen mehr in meinen Stadtteil zu verlieben. Jetzt im Sommer kommt ein blumiges Argument hinzu: Manche Straßenzüge verwandeln sich regelrecht in farbenfroh-verwunschene Gärten...


Zur Zeit lohnt es sich besonders, durch die ruhigen Nebenstraßen Ottensens zu streifen. Überall rankt, blüht und sprießt es. Da kann sich der Weg zur Arbeit - vorbei an roten, weißen, gelben, rosa-, lila- und pfirsich-farbenen Fassaden - schon mal wie ein kleiner Urlaub anfühlen. 

 

Zeißstraße, Abbestraße und Hohenesch im Sommerkleid. 

Die Straßen in meiner direkten Nachbarschaft sind auch sonst eine Entdeckungstour wert. Werkstätten und Ateliers, kleine Cafés und süße Hinterhöfe - es gibt viel zu entdecken. Die Zeißstraße ist übrigens die einzige Straße Hamburgs, die als Straße selbst unter Denkmalschutz steht. Irgendwo hab ich auch mal gehört, dass es die älteste Straße Ottensens ist, aber auf die Schnelle habe ich dafür keinen Nachweis finden können. Wie auch immer, besonders schön sind tatsächlich die vielen alten Sahlhäuser - typischerweise zwei Stockwerke mit drei Türen zur Straßenseite: Die äußeren Türen führen in die Erdgeschosswohnungen, die mittlere Tür nach oben. Und in diesen Tagen oft völlig eingenommen von Rosen. 

 

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Typisches Sahlhaus in der Zeißstraße
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Unter Rosen spazieren - kein Problem.

Mal wild und ausufernd, mal noch in seinen gezähmten Anfängen. So bunt und unterschiedlich wie der Stadtteil selbst: 

Und hier nochmal im Closeup...auch noch im Verblühen schön:

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Rosa Rosen in der ältesten Straße Ottensens

Sommerlich-blumige Geheimtipps in der Stadt? Immer her damit! :)

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30 days of flowers - Rosen, Tulpen,...was noch mal?

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Manchmal sind es ganz einfache - vielleicht sogar gewöhnliche - Dinge, die am meisten überraschen. Meine ganz persönliche Blumen-Entdeckung der letzten Wochen, die in den vergangenen Jahren völlig an mir vorbeigegangen zu sein scheint:

Nelken. Einfach. Schön. 

 


Im Poesiealbum aus der Schulzeit haben wir wahrscheinlich alle den altbekannten Blumen-Spruch mindestens einmal stehen. Und während jeder noch leicht Rosen und Tulpen benennen kann, fällt das vielen mit der dritten Sorte schon deutlich schwerer. Dabei sind Nelken wunderschön und halten unheimlich lang: Ich freue mich schon fast zehn Tage - trotz der derzeitigen Hitze - an einem einfachen Bund dieser sanften Schönheiten. Auf mehrere Vasen verteilt auch noch 'good value for money' und total pflegeleicht. 

 

Kurz recherchiert, zunächst weil ich den englischen Namen (carnations) für Instagram raussuchen wollte, und auf einmal tut sich für mich eine völlig neue Welt auf: Nelken gibt es in allen Farben und Formen, in hunderten botanischen Arten und über 27.000 Sorten klassifiziert. Und natürlich versammeln sich hier auch die schönsten Bedeutungen*: Faszination, Liebe, Energie - alles Eigenschaften, die den Nelken zugeschrieben werden. 

 

Der botanische Name Dianthus bedeutet 'Blume des Zeus', daher wurden Nelken immer wieder mit großen Gefühlen in Verbindung gebracht. In viktorianischen Zeiten entwickelten sich jede Menge Bräuche und geheime Botschaften um diese zarten, bescheidenen Blüten. Und die Farben spielen selbstverständlich eine besondere Rolle:

  • Weiße Nelken stehen für die reine Liebe, Glück und die Ehe.
  • Hellrote Nelken drücken Bewunderung aus, während dunkelrot tiefe Liebe und Zuneigung bedeuten.
  • Rosafarbene Nelken symbolisieren die bedingungslose, mütterliche Liebe. 
  • Violette Nelken stellen Launenhaftigkeit dar, ob die der Frauen oder des Lebens bleibt der Interpretation überlassen. :)
  • Gestreifte Blüten, insbesondere als Antwort auf gestandene Zuneigung, gelten als Zurückweisung. 

Rote Nelken waren aber wohl auch Symbol der Arbeiterbewegung und des Sozialismus, weshalb Nelken im Allgemeinen - zumindest in konservativen Kreisen - eine Zeit lang eher unbeliebt waren. Für mich eher noch ein Grund mehr, der zurückhaltenden Schönheit der Blüten Aufmerksamkeit zu schenken. Und natürlich - jetzt, wo ich sie für mich entdeckt habe, sehe ich sie natürlich überall! Schöne selektive Wahrnehmung. 

 

 

Hier noch ein paar Eindrücke meiner aktuellen Nelken, die mich auf diesen Recherche-Trip geschickt haben: 

 

Nelke ganz nahbar - einfache Schönheit.
Das Frühstück am Wochenende - mit Blumen noch schöner.
Das Frühstück am Wochenende - mit Blumen noch schöner.
The language of flowers. A miscellany; Mandy Kirkby; Vanessa Diffenbaugh

*Quellen: Quergelesen im World Wide Web, aber insbesondere auch in diesem wunderschön gestalteten Buch:

The language of flowers. A miscellany. Mandy Kirkby.

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